AI VIDEO

Das Essen wächst aus der Karte.

Eine geschlossene Speisekarte auf dunklem Marmor, eine Hand klappt sie auf — und die flach gedruckten Gerichte heben sich als winzige Reliefs aus dem Papier. Fünf Shots, jeder einzeln gerendert, jeder mit einem eigenen Start- und Endbild aus ChatGPT. Gemini Omni 1.1 Flash auf Artlist findet nur noch den Weg zwischen zwei Bildern, die es nicht erfinden muss.

  • ChatGPT
  • Artlist
  • 45 Min
  • Fortgeschritten

ERGEBNIS

Das ist dabei rausgekommen.

  • 5Shots, jeder einzeln gerendert
  • 9Bilder aus ChatGPT als Frames
  • 2–3 cmmaximale Popup-Höhe im Prompt
  • 21sfertige Laufzeit, kein Übergang
  • Geschlossene dunkle Speisekarte mit Goldprägung auf einem Marmortisch, daneben Kerze und Rotweinglas, eine Hand greift danach Die Karte liegt noch0:00
  • Die aufgeschlagene Speisekarte in zwei Händen, rechts drei gedruckte Gerichte mit Preisen Aufgeklappt — alles noch flach0:03
  • Makroaufnahme: Die gedruckte Pizza auf der Karte ist zu einem kleinen dreidimensionalen Relief geworden Die Margherita bekommt Tiefe0:07
  • Makroaufnahme der Truffle Tagliatelle als Miniatur-Relief, von oben rieseln feine Parmesanflocken herab Parmesan fällt auf die Pasta0:11
  • Makroaufnahme des Pistachio Gelato als plastisches Miniatur-Dessert im Glasschälchen auf der Karte Zwei Kugeln im Glasschälchen0:15
  • Die komplette aufgeschlagene Speisekarte mit allen drei plastischen Gerichten, im Hintergrund das warme Restaurant Rückfahrt auf die ganze Karte0:21

DAS BRAUCHST DU

Womit das gebaut ist.

  • ChatGPT
  • Artlist
  • Zwei Bilder nebeneinander: links die geschlossene Speisekarte auf dem Tisch, rechts dieselbe Karte aufgeklappt mit flach gedruckten Gerichten Shot 1 · zu → offenBild 1 + Bild 2
  • Zwei Makroaufnahmen der Margherita-Seite: links die Pizza als flacher Druck, rechts dieselbe Pizza als plastisches Relief Shot 2 · flach → ReliefBild 3 + Bild 4
  • Zwei Makroaufnahmen der Tagliatelle-Seite: links der flache Druck, rechts dieselbe Pasta mit körperlicher Tiefe Shot 3 · flach → ReliefBild 5 + Bild 6
  • Zwei Makroaufnahmen der Gelato-Seite: links das flach gedruckte Schälchen, rechts dasselbe Dessert plastisch Shot 4 · flach → ReliefBild 7 + Bild 8
  • Nahe Aufnahme der aufgeschlagenen Karte mit allen drei bereits plastischen Gerichten Shot 5 · StartframeBild 9

ANLEITUNG

So baust du es nach.

  1. Neun Bilder zuerst, Videos später

    Kein einziger Clip entsteht aus Text allein. Erst baust du in ChatGPT die Standbilder — pro Shot ein Startframe und ein Endframe. Danach hat das Videomodell nur noch eine Aufgabe: den Weg zwischen zwei Bildern finden, die es nicht mehr erfinden muss. Neun Bilder ergeben fünf Shots. Bild 1 und 2 gehören zum Aufklappen, dann je ein Paar pro Gericht, Bild 9 startet den Schluss.

  2. Die Karte ist ein Gegenstand, kein Layout

    Bild 1 beschreibt kein Menü-Design, sondern ein Objekt auf einem Tisch: dunkles, ledriges Material, dünne Goldkanten, Kerze daneben, Weinglas, Marmor, eine Hand kurz vorm Zugreifen. Was in Bild 1 steht — Licht, Tisch, Hintergrund, Material — wiederholst du in jedem weiteren Bild wortgleich. Der Restaurantname auf meiner Karte steht in keinem Prompt: Den hat ChatGPT beim ersten Bild erfunden. Damit er auf allen weiteren Bildern gleich bleibt, muss Bild 1 als Referenz mitlaufen.

  3. Pro Gericht ein Paar: flach und Relief

    Bild 3 zeigt die Margherita als reine Drucksache — detailliert, aber körperlos, mit dem ausdrücklichen Verbot no 3D pizza, no plate, no floating object. Bild 4 zeigt exakt dasselbe noch einmal: gleicher Ausschnitt, gleiche Typografie, gleiches Licht, gleicher Durchmesser. Geändert hat sich eine einzige Eigenschaft, die Tiefe. Genau diese Disziplin macht den Clip dazwischen später möglich.

  4. Pasta und Gelato sind derselbe Prompt

    Bild 5 bis 8 sind Bild 3 und 4 mit ausgetauschtem Gericht. Du ersetzt Name, Beschreibungszeile, Preis und Zutatenliste — Truffle Tagliatelle für 15 Euro, Pistachio Gelato für 8 Euro — und lässt jeden anderen Satz unangetastet. Deshalb liegen im Creator Kit nur die Margherita-Bilder: Die anderen beiden Paare entstehen daraus in zwei Minuten, und jede neu formulierte Zeile wäre eine zusätzliche Chance auf Drift.

  5. Jeder Shot geht einzeln durch das Modell

    Nicht Karte klappt auf, dann wächst die Pizza, dann die Pasta. Ein Clip, eine Verwandlung. Du lädst Startframe und Endframe hoch, schreibst den Transformationsprompt dazu und renderst vier Sekunden. Vier reichen: Die Bewegung ist langsam, die Kamera steht fast still, und je länger der Clip, desto mehr Zeit hat das Modell, sich etwas Eigenes auszudenken.

  6. Der Schluss bewegt nur die Kamera

    Im letzten Shot passiert auf der Karte nichts mehr. Alle drei Gerichte stehen bereits plastisch da, und der Prompt sagt genau das: keine Verwandlung, keine Größenänderung, keine Zutat, die sich bewegt — die einzige nennenswerte Bewegung ist die Kamera, die langsam zurück- und leicht hochfährt. Erlaubt sind drei Details: Dampf über der Pizza, Dampf über der Pasta, ein kalter Glanz auf dem Eis.

  7. Fünf Clips hart aneinander

    Am Ende liegen fünf MP4s in 1080 × 1920 vor dir. Im Schnitt kommen sie in der Reihenfolge der Handlung hintereinander, ohne Blende, ohne Übergang: 21 Sekunden. Eine Überblendung wäre hier sogar der Fehler — jeder Shot steht an einer anderen Stelle der Karte, ein harter Cut liest sich als Schnitt, eine Blende als Fehler im Material.

CREATOR KIT

Alles, was du brauchst.

bild-01-karte-geschlossen.txt
Create a photorealistic cinematic vertical 9:16 scene of an elegant luxury Italian menu card resting on a dark restaurant table at night.

The setting is a warm upscale Italian trattoria with candlelight, soft golden bokeh, shallow depth of field, and premium food-commercial lighting.

The menu card is closed and lies naturally on the table.

It is made of textured dark charcoal leather-like material with elegant thin gold borders and refined premium detailing.

A realistic human hand is just about to pick up the menu from the table.

Show only the hand and part of the forearm.
No face visible.

The table includes subtle premium restaurant details:
a warm candle glow,
a wine glass,
soft reflections on the tabletop,
subtle cutlery,
and a luxurious cozy Italian restaurant atmosphere.

The composition should feel like the opening frame of a high-end restaurant commercial.

Camera:
close cinematic perspective,
slightly above table level,
macro-lens feeling,
shallow depth of field,
natural realistic perspective.

Lighting:
warm tungsten,
soft candlelight,
rich shadows,
golden highlights.

Extremely photorealistic.
No artificial CGI appearance.
No floating objects.
No text overlays.
Vertical 9:16.

SETTINGS

Die Einstellungen im Überblick.

Einstellungen
PlattformArtlist, AI-Bereich
VideomodellGemini Omni 1.1 Flash
BildmodellChatGPT, 941 × 1672 in 9:16
Referenzen pro ClipStartframe + Endframe
Clip-Rohmaterial1080 × 1920, 24 fps
Shots5 Stück: 4 × 4 s, 1 × 5 s
Bilder insgesamt9 Start- und Endframes
Tonaus dem Modell: Restaurant, Besteck, Stimmen
Schnitt5 Clips hart aneinander, 21 Sekunden

WORAUF ES ANKOMMT

Darauf musst du achten.

  • Start- und Endbild müssen dieselbe Szene sein

    Gleicher Winkel, gleiche Karte, gleiche Schrift, gleiches Licht. Beim Food-Popup darf sich idealerweise nur die Tiefe des Gerichts ändern. Sobald zwischen den beiden Bildern noch etwas anderes wandert — die Kamera ein Stück, eine Kerze, die Lage der Karte im Bild — muss das Modell zwei Veränderungen gleichzeitig erzählen und löst das, indem es die schwierigere davon dramatisiert. Meistens ist das die Tiefe: Das Gericht hebt ab.

  • Kein einziges echtes Food-Foto als Referenz

    Der Reflex ist verständlich: Man will dem Modell zeigen, wie eine gute Margherita aussieht, und legt ein Pizzafoto dazu. Genau daran scheitert der erste Versuch. Sobald ein normal großer Teller im Referenzbereich liegt, interpretiert das Modell die Aufgabe um — dann fliegt eine komplette Pizza aus der Karte heraus. Die einzigen Referenzen sind die beiden Karten-Bilder. Wie das Essen aussehen soll, steht als Text im Prompt.

  • Der Satz, der das Essen an der Karte hält

    The existing printed illustration itself becomes three-dimensional. It remains permanently attached to the menu surface. It only gains depth. Diese drei Zeilen stehen sinngemäß in jedem Transformationsprompt, und sie tragen den ganzen Effekt. Sie beschreiben keine Handlung, sondern eine Grenze: Was da wächst, ist die vorhandene Abbildung — nichts kommt dazu, nichts löst sich ab, nichts wird größer.

  • Zwei bis drei Zentimeter ist eine Zahl, kein Gefühl

    Klein, subtil oder miniature sind Wünsche; das Modell darf sie auslegen. Maximum projection from the menu surface: approximately 2 to 3 centimeters ist eine Kante, an der es sich messen lassen kann. Dieselbe Logik zieht sich durch alles andere in diesen Prompts: gleicher Durchmesser, gleicher Mittelpunkt, gleiche Ausrichtung, nur Tiefe. Je konkreter die Grenze, desto weniger Interpretation.

Deine Karte, die aufsteht.

Neun Bilder, fünf Clips, ein Gericht nach dem anderen. Du tauschst Küche, Karte und Preise aus — die Bildpaare und die Verbotssätze bleiben stehen.

Mehr Tipps auf @till.schae

FAQ

Häufige Fragen.

Geht das nur auf Artlist?
Gemini Omni 1.1 Flash ist das Modell, Artlist der Zugang, über den ich es nutze. Das Prinzip hängt nicht an der Plattform, sondern an einer Funktion: Das Videomodell muss Startframe und Endframe gleichzeitig annehmen. Wo nur ein Startbild möglich ist, funktionieren die Transformationsclips deutlich schlechter, weil der Zielzustand wieder Auslegungssache wird.
Warum sieht das Essen so klein aus?
Weil es klein sein soll. Der ganze Reiz liegt darin, dass die Gerichte Miniaturen bleiben, die auf der Karte kleben — wie in einem sehr teuren Pop-up-Buch. Sobald die Pizza die Größe einer echten Pizza bekommt, ist es kein Karteneffekt mehr, sondern ein Teller, der zufällig vor einer Karte liegt. Deshalb steht in jedem Prompt, dass der Durchmesser exakt derselbe bleibt.
Kann ich meine echte Speisekarte nehmen?
Ja, mit einer Einschränkung. Fotografiere sie genau so, wie Bild 1 und Bild 2 es beschreiben — geschlossen und aufgeklappt, gleiche Kamera, gleiches Licht — und benutze diese Fotos als Startframes. Für die Gerichte brauchst du trotzdem pro Speise ein Paar: die Seite, wie sie ist, und dieselbe Seite mit plastischem Gericht. Das zweite Bild lässt du dir aus dem ersten erzeugen, nicht neu erfinden.
Warum nur vier Sekunden pro Clip?
Weil die Verwandlung in vier Sekunden fertig ist und jede weitere Sekunde nur Risiko wäre. Die Kamera steht fast still, das Gericht hebt sich langsam, am Ende fällt Basilikum, Trüffel oder Pistazie darauf — mehr passiert nicht. Ein längerer Clip müsste diese Zeit füllen, und das tut ein Videomodell zuverlässig mit Bewegung, die du nicht bestellt hast.
Das Gericht hebt trotzdem von der Karte ab — was jetzt?
Fast immer liegt es am Bildpaar, nicht am Videoprompt. Leg Bild 3 und Bild 4 übereinander und prüfe drei Dinge: Steht das Gericht auf beiden an derselben Stelle? Hat es denselben Durchmesser? Steht die Karte im gleichen Winkel? Wandert eines davon, gibst du dem Modell einen Grund, das Gericht zu bewegen. Erst wenn das Paar sauber ist, lohnt es sich, an den Verbotslisten im Prompt zu schrauben.