GITHUB REPO

Dein Agent hört auf zu schwafeln.

Caveman bringt Claude Code, Codex, Cursor und über 30 weiteren Agenten bei, in kurzen Sätzen zu antworten. Code, Befehle und Fehlermeldungen bleiben unangetastet. Eine Zeile Installation, und wer wirklich an sein Limit stößt, schaltet den Proxy dazu.

  • Claude Code
  • GitHub
  • Einsteiger

QUICK FACTS

Das Wichtigste auf einen Blick.

Stars
über 105.000
Lizenz
MIT für den Skill, BSL-1.1 für den Proxy
Installation
eine Zeile
Agenten
über 30, davon 10 mit Proxy
Laufzeit
Node.js 22.13+, nur für den Proxy
Laufende Kosten
keine

EINORDNUNG

Warum ich das geteilt habe.

  • Was es wirklich kürzt.

    Dein Agent zahlt für zwei Dinge: für das, was er schreibt, und für das, was er liest. Gelesen wird deutlich mehr. Der Skill kürzt nur die Ausgabe, und seine eigenen Regeln kosten dich pro Zug rund 1.000 bis 1.500 Token an Eingabe. Wer also nur den Skill installiert, bekommt vor allem kürzere, schneller lesbare Antworten, nicht automatisch ein Kontingent, das doppelt so lange hält. An der Eingabe dreht der Proxy: In einem festgepinnten Benchmark über 54 Läufe hat er 885.793 Eingabe-Token auf 591.673 gedrückt, also 33,2 Prozent, und alle 18 Genauigkeitsprüfungen sind trotzdem durchgelaufen. Das Schöne an diesem Repo ist, dass der Autor genau das selbst so aufschreibt. In seiner Datei zu den ehrlichen Zahlen steht für die viel zitierte Ausgabe-Ersparnis schlicht: nicht veröffentlicht, kein geprüftes Rohergebnis im Repo. Ein Fall ist dokumentiert, in dem eine Gegenmessung sogar teurer ausfiel. Deshalb steht hier keine Prozentzahl als Versprechen, sondern die Anleitung, wie du es an deiner eigenen Abrechnung nachmisst.

FEATURES

Was es kann.

Gleiche Diagnose, halber Text.

Der Skill ist eine Regeldatei, die deinem Agenten eine kürzere Sprechweise beibringt. Aus sechs Zeilen Erklärung zum React-Renderzyklus werden zwei. Die Diagnose bleibt dieselbe, der Fix bleibt derselbe, es stirbt nur das Räuspern davor. Code, Befehle, Dateipfade und Fehlermeldungen werden dabei nie angefasst, gekürzt wird ausschließlich die Prosa drumherum.

Sechs Stufen, du bestimmst wie knapp.

Mit einem Befehl stellst du ein, wie hart gekürzt wird. Dazu kommen fertige Kurzformen für die Aufgaben, bei denen Geschwätz besonders weh tut: Commit-Nachrichten, Review-Kommentare und die Markdown-Dateien, die dein Agent bei jedem Aufruf mitliest.

  • /caveman lite, full oder ultra, dazu drei Wenyan-Stufen
  • /caveman-commit und /caveman-review für kurze Commits und Befunde
  • /caveman-compress kürzt Speicherdateien, das Original wird gesichert
  • /caveman off, wenn du den ausführlichen Gedankengang brauchst

Der Proxy kürzt, was der Agent liest.

Das ist die Ausbaustufe und der Teil, der an deinem Kontingent dreht. Ein lokaler Prozess sitzt zwischen deinem Agenten und deinem Anbieter und komprimiert Logs, Diffs, Testausgaben und JSON, bevor sie abgeschickt werden. Jedes Original landet dabei in einer SQLite-Datei auf deiner Platte, mit einem Rückholschlüssel: Braucht der Agent die vollständige Fassung, fordert er sie an. Dein Anbieter-Login wird unverändert durchgereicht, es steht kein fremder Server in der Leitung.

Er rechnet dir vor, wo die Tokens hingehen.

Monate an Sitzungsprotokollen liegen längst auf deiner Platte. Der Befehl caveman learn liest sie lokal und nur lesend aus, ohne Konto, und sortiert deine größten Token-Fresser nach oben, mit je einem Vorschlag dahinter. Lässt du die Vorschläge umsetzen, misst das Werkzeug nach jeder Änderung neu und nimmt alles zurück, was die Tokens pro Zug nicht gesenkt hat.

ARCHITEKTUR

So funktioniert es.

  1. Dein AgentClaude Code, Codex, Cursor, Gemini CLI und rund 30 weitere
  2. Die Regeldateirund 5 KB, kostet pro Zug 1.000 bis 1.500 Token an Eingabe
  3. Kurze Antwort zurück an dichProsa gekürzt, Code und Fehlermeldungen unverändert
  4. Optional: der Proxy auf deinem Rechnerkomprimiert Logs, Diffs und Testausgaben vor dem Absenden
  5. SQLite-Ablage mit den Originalenbyte-genau zurückholbar über einen Schlüssel
  6. Dein Anbieterdein Login wird unverändert durchgereicht

Kein Server von Caveman in der Leitung: Der Skill ist eine Textdatei, der Proxy läuft auf deiner eigenen Maschine. Ohne Konto, ohne Schlüssel, ohne Umweg über fremde Infrastruktur.

USE CASES

Wofür du es einsetzt.

  1. Lange Sitzungen, in denen viel erklärt wird

    Genau da gewinnt Caveman am meisten, weil viel wegfällt, was du ohnehin überflogen hättest. Bei einer Aufgabe, deren Antwort fast nur aus Code besteht, bleibt dagegen kaum etwas zum Kürzen übrig. Das ist keine Schwäche, sondern der Punkt, an dem du die Stufe von full auf lite drehst.

  2. Commits und Review-Befunde

    Zwei eigene Befehle für die Textsorten, in denen Ausschmückung nichts bringt: Commit-Nachrichten nach Conventional Commits, knapp gehalten, und Review-Befunde als eine Zeile pro Fund, mit der Handlung vorne. Beides liest sich in der Historie später deutlich schneller.

  3. Logs, Diffs und Testausgaben

    Das ist der Proxy-Fall, und der mit den belastbarsten Zahlen. Eine Fehlersuche in einem großen Log ging im Benchmark von 148.807 auf 74.068 Eingabe-Token zurück. Eine Ausreißersuche in einer CSV von 165.823 auf 74.484. Eine Zeile derselben Tabelle ist rot: Ein HTML-Fall wurde um 9,9 Prozent teurer, weil es dafür keine passende Kompression gibt.

  4. Die Dateien, die bei jedem Aufruf mitlaufen

    Deine Projektanweisungen und Speicherdateien werden bei jedem einzelnen Aufruf neu mitgelesen. Jedes Kilobyte darin zahlst du also hundertfach. Der Befehl kürzt sie und legt das Original als Sicherung daneben, für die mitgelieferten Beispiele sind rund 46 Prozent weniger Eingabe gemessen.

INSTALLATION

Einmal einrichten, dann läuft es.

caveman-skill.sh
# Der Skill: eine Zeile, MIT-Lizenz, über 30 Agenten.
# Ändert nichts an deinem System, legt nur eine Regeldatei ab.
npx skills add JuliusBrussee/caveman

# Falls dein Agent nicht von selbst aufwacht:
/caveman

# Wie knapp es sein soll:
/caveman lite     # zurückhaltend, ganze Sätze bleiben
/caveman full     # der Normalfall
/caveman ultra    # so knapp wie es geht
/caveman off      # wieder ausführlich

# Für die Textsorten, in denen Ausschmückung nichts bringt:
/caveman-commit   # kurze Commit-Nachrichten
/caveman-review   # ein Befund pro Zeile
/caveman-stats    # was in deinem Sitzungsprotokoll wirklich steht

# Wieder loswerden:
npx -y github:JuliusBrussee/caveman -- --uninstall

SETUP

Schritt für Schritt startklar.

  1. Mit dem Skill anfangen

    Ein Befehl, rund dreißig Sekunden, MIT-Lizenz. Es wird nichts an deinem System verändert und kein Dienst eingerichtet, es landet eine Regeldatei bei deinen Skills. Wacht dein Agent nicht von selbst auf, tippst du einmal /caveman.

  2. Die Stufe finden, die zu deiner Arbeit passt

    Fang mit full an und dreh nach unten, sobald dir etwas fehlt. Für Aufgaben, bei denen du den Gedankengang wirklich lesen willst, etwa eine Architekturentscheidung, ist lite die bessere Wahl, und /caveman off ist keine Niederlage.

  3. Einmal gegenrechnen, bevor du es weitererzählst

    Der Autor bittet ausdrücklich darum: Dieselbe Aufgabe einmal mit und einmal ohne Caveman, und danach nicht die Schätzung des Werkzeugs vergleichen, sondern die Nutzungsseite deines Anbieters. Nur diese Zahl zählt, weil sie Eingabe, Kontext und die Regeln des Skills mit einrechnet.

  4. Erst dann den Proxy dazunehmen

    Wenn dich wirklich das Limit drückt und nicht die Lesezeit, ist der Proxy der richtige Hebel, weil er an der Eingabe ansetzt. Dafür brauchst du Node.js 22.13 oder neuer, und du solltest wissen, dass dieser Teil unter BSL-1.1 steht und ab Werk anonyme Nutzungsdaten sendet.

  5. Abschalten, wenn es sich nicht rechnet

    Fällt deine Gegenrechnung negativ aus, schaltest du es für diese Arbeitsweise wieder ab, und das ist ausdrücklich so vorgesehen. Die Telemetrie geht mit caveman telemetry off dauerhaft aus, der Skill lässt sich mit einem Befehl wieder entfernen.

MEINE EINSCHÄTZUNG

Wofür es sich lohnt.

Gut geeignet für

  • Lange Erklärungen, die du sowieso nur überfliegst
  • Commit-Nachrichten und Review-Befunde, die kurz mehr wert sind als vollständig
  • Logs, Diffs und Testausgaben, sobald der Proxy läuft
  • Projektanweisungen und Speicherdateien, die bei jedem Aufruf mitgelesen werden

Weniger geeignet für

  • Agenten, die pro Anfrage abrechnen: Eine kürzere Antwort bleibt dieselbe Anfrage
  • Kurze technische Rückfragen, bei denen die Regeln mehr kosten als sie sparen
  • Alles, wo du den ausführlichen Gedankengang wirklich lesen willst
  • Zahlen ohne eigene Gegenmessung: Der Autor dokumentiert selbst einen Fall, der teurer wurde
Setupunter einer Minute für den Skill
Vorkenntnissekeine für den Skill, Terminal für den Proxy
Laufende Kostenkeine

Ein Befehl, und dein Agent fasst sich kurz.

Dreißig Sekunden für den Skill, kein Konto, kein Schlüssel. Und wenn es sich für deine Arbeit nicht rechnet, schaltest du es mit einem Befehl wieder ab.

Mehr Tipps auf @till.schae

FAQ

Häufige Fragen.

Komme ich mit Caveman wirklich später an mein Limit?
Mit dem Skill allein eher wenig, und das schreibt der Autor selbst so. Der Skill kürzt nur die Ausgabe, während dein Limit vor allem an der Eingabe hängt, und seine Regeln kosten dich pro Zug zusätzlich rund 1.000 bis 1.500 Token. Der Teil, der an der Eingabe ansetzt, ist der Proxy: In einem festgepinnten Benchmark über 54 Läufe hat er 33,2 Prozent der Eingabe-Token eingespart. Verlass dich auf keine dieser Zahlen, ohne dieselbe Aufgabe einmal mit und einmal ohne zu fahren und danach auf die Nutzungsseite deines Anbieters zu schauen.
Was kostet Caveman?
Nichts. Der Skill, die Kommandozeile und die Client-Bibliotheken stehen unter MIT-Lizenz. Der Motor, der Proxy und die zugehörigen Bausteine stehen unter BSL-1.1: Du darfst sie lesen, forken und für deinen eigenen Verkehr selbst betreiben, auch produktiv. Nur wer sie für Dritte hostet, braucht eine kommerzielle Lizenz. Jede Version wird zum 21. Juni 2030 oder vier Jahre nach ihrem Erscheinen zu Apache-2.0, je nachdem was früher eintritt.
Wird mein Agent dadurch schlechter?
Gekürzt wird die Sprache, nicht das Denken. Code, Befehle, Dateipfade und Fehlermeldungen werden ausdrücklich nie umgeschrieben, und im Proxy-Benchmark sind alle 18 Genauigkeitsprüfungen trotz Kompression durchgelaufen. Trotzdem gilt: Wenn dir bei einer Aufgabe die Begründung fehlt, dreh die Stufe herunter oder schalte für diese Aufgabe ab.
Funktioniert das mit Claude Code?
Ja, Claude Code ist der Normalfall. Der Skill läuft nach Angaben des Repos in über 30 Agenten, darunter Codex, Gemini CLI, Cursor, Windsurf, Cline und Copilot. Für zehn Agenten gibt es zusätzlich fertige Profile, mit denen der Proxy sie direkt starten kann. Alles andere lässt sich über einen getauschten baseURL an den lokalen Proxy hängen.
Schickt Caveman etwas an einen fremden Server?
Der Skill nicht, der ist eine reine Textdatei auf deiner Platte. Die Kommandozeile sendet ab Werk anonyme Nutzungsdaten, nämlich welche Befehle liefen und wie viele Token durchgingen, ausdrücklich nicht deine Prompts, deinen Code oder deine Dateipfade. Abschalten kannst du das dauerhaft mit caveman telemetry off oder DO_NOT_TRACK=1. Dein Anbieter-Login wird in beiden Fällen unverändert durchgereicht.
Bekomme ich meine Originaldaten zurück, wenn der Proxy zu viel kürzt?
Ja. Alles, was der Proxy komprimiert, wird vorher im Original in einer SQLite-Datei auf deinem Rechner abgelegt, zusammen mit einem Rückholschlüssel. Braucht dein Agent die vollständige Fassung, fordert er sie über diesen Schlüssel an und bekommt sie byte-genau zurück. Dasselbe gilt für gekürzte Speicherdateien und für gekürzte Befehlsausgaben.

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