Ein Prompt macht Claude zur Bewerbungs-Jury: Filter, Personaler, künftiger Chef, Kollege, Mitbewerber, Faktenprüfer und Geschäftsführung urteilen über deinen Lebenslauf, bezogen auf eine konkrete Stellenanzeige. Am Ende stehen eine Fehlerliste und eine neue Fassung, in der nichts erfunden ist.
Lebenslauf und Stellenanzeige sind komplett erfunden (Jonas Beispiel, fiktiv). Der Probelauf zeigt Format und das Nicht-Erfinden, er ist keine Erfolgsquote und kein Versprechen für deine Bewerbung.
Fiktiver Lebenslauf: Eingabe und Stand
Unten die Eingabe: erfundener Lebenslauf gegen eine erfundene Anzeige für einen Performance Marketing Manager. Das Bild stammt aus dem Reel und ist eine Illustration, keine Chat-Aufnahme. Im Probelauf ließen 2 von 7 Prüfern den Lebenslauf weiter, 5 lehnten ab. Ein einzelner Testlauf, kein Maßstab für deinen eigenen Lebenslauf.
Fiktiver Lebenslauf: Lücken als Fragen
Fehlt im Lebenslauf eine Angabe, erfindet Claude nichts. An der Stelle steht [FRAGE: …], und am Ende kommt eine nummerierte Liste, die du in je einem Satz beantwortest. Danach prüft die Jury die neue Fassung noch einmal. Das Bild ist eine Illustration aus dem Reel.
DER PROMPT
Der komplette Jury-Prompt.
Jury-Prompt
Sieben Prüfer, fünf Ausgabeteile: Urteile, Stand, Fehlerliste nach Schwere, ein neuer Lebenslauf und deine Fragen. Danach wartet Claude auf deine Antworten und lässt die Jury ein zweites Mal prüfen. Das Bild ist eine Illustration aus dem Reel. Nichts davon garantiert eine Einladung.
lebenslauf-jury.txt
Du bist eine Bewerbungs-Jury aus sieben Prüfern. Vor dir liegen mein Lebenslauf (Anhang) und die Stellenanzeige (unten). Jeder Prüfer liest den Lebenslauf nur mit seinen eigenen Augen und entscheidet, ob er mich weiterlässt.
## Harte Regeln
- Erfinde nichts. Keine Zahlen, Abschlüsse, Tools, Projekte oder Ergebnisse, die nicht im Lebenslauf stehen. Fehlt etwas, schreib an die Stelle [FRAGE: …] und stell die Frage am Ende.
- Prüfe gegen diese eine Stellenanzeige, nicht gegen eine allgemeine Idealvorstellung.
- Urteile hart, aber konkret. „Wirkt schwach“ zählt nicht. Jede Kritik zeigt auf eine Zeile im Lebenslauf oder auf eine Anforderung in der Anzeige.
- Schreib auf Deutsch, Du-Form.
## Die sieben Prüfer
1. **Der Filter.** Liest wie eine Bewerbersoftware: Findet er die Pflichtbegriffe der Anzeige wörtlich oder sinngleich? Sind Abschnitte, Daten und Jobtitel maschinenlesbar (keine Tabellen-Spalten, keine Grafiken mit Text)? Liefere eine Tabelle: Anforderung · gefunden ja/teilweise/nein · Fundstelle.
2. **Der Personaler.** Hat 30 Sekunden. Was bleibt nach dem ersten Blick hängen? Lücken, Sprünge, unklare Jobtitel, zu lang, zu dicht?
3. **Der künftige Chef.** Will wissen, ob ich ab Woche eins Probleme seines Teams löse. Sucht Ergebnisse statt Aufgaben („verantwortlich für“ zählt nicht).
4. **Der Kollege aus dem Team.** Fragt sich, ob er gern mit mir arbeitet: Zusammenarbeit, Übergaben, Eigeninitiative, Ton.
5. **Der stärkste Mitbewerber.** Stell dir die beste realistische Konkurrenz für diese Stelle vor. Wo zieht sie an mir vorbei, wo liege ich vorn?
6. **Der Faktenprüfer.** Markiert jede Behauptung ohne Beleg („sehr gute Kenntnisse“, „erfolgreich“, „teamfähig“) und fragt: woran sieht man das?
7. **Die Geschäftsführung.** Schaut aufs Ganze: Passt die Richtung meines Werdegangs zu dieser Rolle und zu dem, was die Firma laut Anzeige vorhat?
## Ausgabe, genau in dieser Reihenfolge
**1. Urteile.** Pro Prüfer: WEITER oder ABGELEHNT, der eine wichtigste Grund (ein Satz) und eine konkrete Verbesserung als fertig umformulierte Zeile.
**2. Stand.** Tabelle aller sieben Urteile plus Gesamtergebnis „x von 7 lassen dich weiter“.
**3. Fehlerliste.** Alle Probleme, sortiert nach Schwere: K.-o. · wichtig · Feinschliff. Pro Punkt: Zeile im Lebenslauf → was falsch ist → wie es besser geht.
**4. Neuer Lebenslauf.** Komplett überarbeitete Fassung, auf die Anzeige zugeschnitten, maximal zwei Seiten. Fehlende Infos stehen als [FRAGE: …] drin, nie erfunden.
**5. Deine Fragen.** Nummerierte Liste aller [FRAGE]-Stellen, jede so gestellt, dass ich sie in einem Satz beantworten kann.
Danach wartest du. Wenn ich die Fragen beantworte, setzt du die Antworten ein und lässt die Jury den neuen Lebenslauf noch einmal prüfen, gleiches Format, nur Punkt 1 bis 3 plus die fertige Endfassung.
## Stellenanzeige
[HIER DIE STELLENANZEIGE EINFÜGEN]
ANLEITUNG
In sechs Schritten zur zweiten Runde.
01
Claude öffnen, neuen Chat starten
Ein frischer Chat in Claude, damit kein altes Gespräch die Urteile färbt. Du brauchst ein Modell, das Dateianhänge lesen kann.
02
Lebenslauf anhängen (PDF oder Word)
Häng deinen Lebenslauf als PDF oder Word-Datei an. Entferne vorher Adresse, Telefonnummer und Geburtsdatum, die Jury braucht sie nicht (siehe Tipps).
03
Prompt einfügen
Kopier den Prompt oben mit dem Button und füg ihn unverändert in das Textfeld ein. Nichts kürzen, vor allem nicht die harten Regeln am Anfang: Sie sollen verhindern, dass Claude Angaben erfindet.
04
Stellenanzeige unten einsetzen
Ersetz die Zeile [HIER DIE STELLENANZEIGE EINFÜGEN] am Ende des Prompts durch den kompletten Text der Anzeige. Die Jury prüft gegen genau diese eine Stelle, nicht gegen eine allgemeine Idealvorstellung. Dann abschicken.
05
Die Fragen beantworten
Claude liefert Urteile, Fehlerliste und einen neuen Lebenslauf. Was im Original fehlt, steht als [FRAGE: …] drin und kommt als nummerierte Liste. Antworte in je einem Satz, auch „habe ich nicht“ ist eine gültige Antwort.
06
Zweite Runde laufen lassen
Nach deinen Antworten setzt Claude sie ein und lässt die Jury den neuen Lebenslauf noch einmal prüfen: Urteile, Stand und Fehlerliste plus die fertige Endfassung. Lies sie Zeile für Zeile, bevor du etwas verschickst.
TIPPS
Bevor du hochlädst.
Datenschutz: Adresse, Telefon, Geburtsdatum raus
Ein Lebenslauf besteht aus personenbezogenen Daten. Entferne vor dem Hochladen Adresse, Telefonnummer und Geburtsdatum. Für das Urteil der Jury spielen sie keine Rolle, und du gibst weniger aus der Hand. Beim Versand an Arbeitgeber setzt du sie wieder ein.
Kein Prompt garantiert eine Einladung
Die Jury zeigt dir Schwachstellen und Formulierungen, mehr nicht. Ob du eingeladen wirst, entscheiden Menschen und die konkrete Konkurrenz. Prüf jede Zeile des neuen Lebenslaufs selbst und streich, was nicht stimmt.
Eine Anzeige pro Durchlauf
Die Urteile gelten nur für die eingesetzte Stellenanzeige. Für eine zweite Bewerbung startest du einen neuen Chat mit der anderen Anzeige, statt zwei Anzeigen zu mischen.
Lass die Jury vor dem Personaler ran.
Nimm deinen aktuellen Lebenslauf und die Anzeige, auf die du dich gerade bewirbst, und lass die sieben Prüfer urteilen. Du siehst in zehn Minuten, woran es hängen kann, bevor die Absage kommt.
Der Prompt verbietet es ausdrücklich: Zahlen, Abschlüsse, Tools und Projekte, die nicht im Lebenslauf stehen, sind tabu. Fehlt etwas, schreibt Claude [FRAGE: …] hin und fragt dich. Verlassen solltest du dich trotzdem nicht darauf: Lies den neuen Lebenslauf selbst Zeile für Zeile.
Welche Daten sollte ich vor dem Hochladen entfernen?
Adresse, Telefonnummer und Geburtsdatum. Für die Prüfung brauchst du sie nicht, und der Lebenslauf enthält damit weniger personenbezogene Daten.
Bringt mir das eine Einladung zum Gespräch?
Das kann kein Prompt versprechen. Die Jury findet Lücken und schlägt Formulierungen vor, die Entscheidung trifft am Ende ein Mensch.
Ist der Beispiel-Lebenslauf echt?
Nein. Jonas Beispiel und die Stellenanzeige sind komplett erfunden und dienen nur dazu, das Ausgabeformat zu zeigen.
Funktioniert der Prompt auch für andere Branchen?
Er prüft gegen die Anzeige, die du einsetzt, und nicht gegen eine feste Branche. Je genauer und vollständiger die Anzeige, desto konkreter fällt die Kritik aus.