CLAUDE TIPP

Welcher Effort für welchen Job? Das Cheat-Sheet.

Claude hat fünf Effort-Stufen, dazu kommt ultracode für Riesenprojekte mit vielen Agents. Der Guide zeigt, was Effort wirklich verändert, welche Stufe zu welchem Job passt und wie du sie in Claude Code mit /effort einstellst. Jede Aussage mit Quelle.

  • 6 Min
  • Einsteiger

ERGEBNIS

Das ist dabei rausgekommen.

Sechs Stages, sechs Gegner: Jede Stufe passt zu einer anderen Aufgabe. Unten steht das Cheat-Sheet zum Kopieren.

  • 5Effort-Stufen
  • highStandard bei Opus 4.8
  • /effortder Befehl in Claude Code

DAS BRAUCHST DU

Womit das gebaut ist.

  • Claude
  • Claude Code

Was Effort wirklich verändert.

Effort legt fest, wie viel Arbeit Claude in eine Antwort steckt. Das betrifft nicht nur das Nachdenken, sondern jeden Teil der Antwort: den Text, die Tool-Calls und das Thinking.

Auf niedriger Stufe macht Claude weniger und knappere Tool-Calls und legt direkt los. Auf hoher Stufe macht es mehr Tool-Calls, erklärt vorher seinen Plan und fasst Änderungen ausführlicher zusammen.

Wichtig: Effort ist laut Anthropic ein Verhaltenssignal, kein festes Token-Budget. Auch auf niedriger Stufe denkt Claude bei schwierigen Problemen nach, nur weniger als auf hoher.

Thariq Shihipar beschreibt im claude.dev-Blog von Anthropic, was er beim Testen gesehen hat: Effort regelt vor allem, wie viel Claude prüft und Edge Cases testet und wie viel eigenes Urteil es einsetzt. Mit einer sehr detaillierten Spec verhielten sich die Stufen deutlich ähnlicher. Heißt für dich: erst die Aufgabe klar beschreiben, dann die Stufe wählen.

Das Cheat-Sheet: welche Stufe für welchen Job.

Fünf Stufen, von schnell bis gründlich. So ordnet die Claude-Code-Doku sie ein:

low
Schnelle Runden, bei denen du jedes Ergebnis anschaust: Brainstorming, ein erster Entwurf, eine kleine Änderung wie ein Umbenennen.
medium
Alltägliche Arbeit mit klarem Umfang, zum Beispiel ein neues Feature. Standard bei Opus 5.5 und Sonnet 5.5.
high
Arbeit, bei der Prüfen zählt oder Edge Cases wahrscheinlich sind, zum Beispiel ein Bug in bestehendem Code. Standard bei den meisten Modellen, auch bei Opus 4.8.
xhigh
Tieferes Nachdenken bei höherem Token-Verbrauch. Laut API-Doku gedacht für lange Agenten- und Coding-Aufgaben.
max
Harte Probleme, die Claude ohne dich durcharbeiten soll, zum Beispiel Sicherheitslücken finden. Neigt laut Doku zu Overthinking, also erst testen.
EFFORT-CHEATSHEET.md
EFFORT-CHEAT-SHEET: welche Stufe für welche Aufgabe

LOW           einfache Aufgaben
MEDIUM        normale Aufgaben
HIGH          Standard (bei Opus 4.8)
EXTRA (xhigh) schwierige Prüffälle, Claude prüft deutlich gründlicher
MAX           richtig harte Jobs (mehr Zeit und Usage, nicht automatisch besser)
DYNAMIC WORKFLOWS  Riesenprojekte im Team: viele Claude-Agents arbeiten parallel und prüfen ihre Ergebnisse

In Claude Code stellst du die Stufe mit /effort im Prompt ein.

Die Standardstufe hängt vom Modell ab: Bei Opus 4.8 ist es high, bei Opus 5.5 medium. Das Reel bezieht sich auf Opus 4.8.

So stellst du die Stufe um.

In Claude Code reicht ein Befehl. Dazu gibt es drei weitere Wege, je nachdem, wie lange die Stufe gelten soll.

  1. Claude Code

    Im Prompt: /effort

    /effort öffnet einen Schieberegler, /effort high setzt die Stufe direkt. /effort auto löscht deine gespeicherte Stufe für das aktive Modell und geht zurück auf dessen Standard.

    claude-code
    /effort          # Schieberegler öffnen
    /effort medium   # Stufe direkt setzen
    /effort auto     # zurück zum Standard des Modells

    Falls es hakt: Enter speichert die Stufe als Standard für spätere Sessions, die Taste s im Schieberegler gilt nur für diese Session. max setzt Claude Code immer nur für die laufende Session.

  2. Terminal, Settings

    Beim Start oder dauerhaft

    Für eine Session: claude --effort high. Dauerhaft: die Umgebungsvariable CLAUDE_CODE_EFFORT_LEVEL oder effortLevel in deiner settings.json (dort ist max nicht erlaubt). Skills und Subagents können mit effort: im Frontmatter ihre eigene Stufe mitbringen.

    terminal
    claude --effort high
    export CLAUDE_CODE_EFFORT_LEVEL=xhigh
  3. Claude Code, Prompt

    Nur für einen Prompt: ultrathink

    Schreib ultrathink irgendwo in den Prompt. Claude denkt dann in diesem Turn gründlicher, die Effort-Stufe der Session bleibt gleich. Sätze wie „think hard“ sind übrigens kein Schlüsselwort, die gehen als normaler Text durch.

  4. Claude API

    Über die API

    Im Request setzt du output_config.effort. Lässt du das Feld weg, gilt der Standard des Modells.

    request.json
    "output_config": {
      "effort": "medium"
    }

Ein bewährter Ablauf für neue Features.

Thariq Shihipar nennt im claude.dev-Blog von Anthropic einen Ablauf, der sich für ihn bei der Feature-Entwicklung besonders bewährt hat:

1 · Spec
Gib Claude eine Spec und lass dich zu den Details interviewen, die noch fehlen.
2 · Bauen, low
Setz es auf low effort um.
3 · Review
Prüf, ob Claude den Kern richtig verstanden hat. Wenn nötig, auf low weiter iterieren.
4 · Prüfen, high
Verifizieren und testen auf high effort.

Die Logik dahinter: Niedrige Stufen sind schnell und halten dich im Loop. Hohe Stufen bringen mehr Prüfung und Edge-Case-Tests, und genau die braucht der letzte Schritt.

Wann sich Dynamic Workflows und ultracode lohnen.

Ein Dynamic Workflow ist ein Skript, das Claude für deine Aufgabe schreibt und das viele Subagents gleichzeitig steuert. Er läuft im Hintergrund, deine Session bleibt frei.

Laut Doku lohnt sich das, wenn eine Aufgabe mehr Agents braucht, als eine Unterhaltung koordinieren kann: ein Bug-Sweep über die ganze Codebase, eine Migration über hunderte Dateien, eine Recherche, bei der Quellen gegeneinander geprüft werden, oder ein schwieriger Plan aus mehreren Blickwinkeln. Ein Workflow kann unabhängige Agents die Ergebnisse der anderen gegenprüfen lassen, bevor etwas gemeldet wird.

ultracode
Als Wort im Prompt: Nur diese eine Aufgabe läuft als Workflow, die Effort-Stufe bleibt.
/effort ultracode
Claude plant für jede größere Aufgabe der Session selbst einen Workflow. Ausschalten mit /effort ultracode off.
--effort ultracode
Startet Claude Code mit ultracode und setzt die Stufe auf xhigh.
/deep-research
Mitgelieferter Workflow für Recherchefragen: sucht aus mehreren Richtungen, prüft Quellen gegeneinander und liefert einen Bericht mit Belegen.

ultracode ist keine sechste Effort-Stufe, sondern eine Claude-Code-Einstellung. Sie läuft mit jeder Stufe, braucht aber ein Modell, das xhigh kann. Dynamic Workflows gibt es auf allen bezahlten Plänen, bei Pro schaltest du sie in /config ein.

Die ehrlichen Einschränkungen.

Mehr Usage
Höhere Stufen verbrauchen mehr Tokens und brauchen länger. Bei xhigh rechnet die API-Doku mit spürbar mehr Verbrauch als bei high.
max ≠ besser
max kann laut Claude-Code-Doku abnehmenden Nutzen bringen und neigt zu Overthinking. Für Opus 4.7 schreibt Anthropic: auf den meisten Aufgaben deutlich mehr Kosten für relativ kleine Qualitätsgewinne.
Workflows
Ein Workflow startet viele Agents und kann deutlich mehr Tokens verbrauchen als dieselbe Aufgabe im Chat. Mit ultracode erreichst du Session- und Wochenlimits schneller. Tipp aus der Doku: erst an einem kleinen Ausschnitt testen.
Je Modell anders
Dieselbe Stufe bedeutet nicht bei jedem Modell gleich viel Denken. Anthropic rät, nach einem Modellwechsel neu zu testen, statt die alte Einstellung zu übernehmen.
Kein Budget
Effort ist eine Richtung, kein Limit. Wer über die API harte Grenzen braucht, setzt zusätzlich max_tokens.

Die richtige Stufe für jeden Job.

Cheat-Sheet kopieren, /effort einstellen, bei einfachen Aufgaben keine Usage verbrennen.

Du kommst vom Reel? Das hier ist das Cheat-Sheet, Stichwort EFFORT. Mehr Tipps auf @till.schae

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